Von 1618 bis 1648 tobte der Dreißigjährige Krieg in Deutschland und verschonte auch das Kinzigtal nicht vor Hunger, Pest und Zerstörung. Das ist die Zeit in der die Frauen von Salmünster durch Klugheit und List das Städtchen vor der Einnahme durch schwedische Truppen retteten. Johannes Lutz war damals der Wirt des Gasthauses Zum weißen Roß und schildert die Begebenheit in seiner Chronik:
In der Erntezeit des Jahres 1646 griffen gegen Mittag 1200 schwedische Reiter Salmünster von Wächtersbach kommend an. Bis auf dreizehn Bürger waren alle Männer auf den Feldern. Geistesgegenwärtig verbarrikadierten die Frauen die beiden Haupttore der Stadt und verteidigten die Stadt. In ihrer höchsten Not holten die Frauen Bienenkörbe herbei, schüttelten sie recht kräftig und schleuderten sie auf die Feinde. Die Wirkung war über alles Erwarten. Kaum noch ihrer Rosse Herr werdend, zog sich das fremde Kriegsvolk auf schnellstem Wege zurück und Salmünster war gerettet.
Richard von Boxberger verarbeitete das Geschehen zu einem Gedicht.
2009 inszenierte das Ensemble feel-X das Theaterstück "Rotz und Wasser - die tapferen Frauen von Salmünster"von Wolfgang B. Moritz. Die Freiluftaufführung im Schleifrashof in Salmünster, nur wenige Schritte vom historischen Untertor erwies sich als Publikumsmagnet.
Direkt am historischen Standort des ehemaligen Untertors in der Frankfurter Straße haben die Salmünsterer den unerschrockenen Verteidigerinnen 2001 ein bronzenes Denkmal gesetzt.
Anlässlich der Inszenierung "Rotz und Wasser" des Ensemble feel-X e.V. wurde ein Spendenkonto zur Ergänzung der Figurengruppe "Die tapferen Frauen von Salmünster" eingerichtet. Mithilfe von historischen Stadtführungen und Spenden versucht das Ensemble feel-X die Komplettierung der Figurengruppe voranzutreiben. Über Ihre Unterstützung in Form einer Spende würde sich die Bühne sehr freuen.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an folgende Email-Adresse:
vorstand(at)ensemble-feelx.de.
Eine Spendenquittung kann selbstverständlich ausgestellt werden.