VERANSTALTUNGSDETAILS

KINOTAG im Spessart FORUM Kultur

Freitag, 04. Februar 2022,
von 16:00 Uhr bis 22:00 Uhr
 
Kurzbeschreibung:
Um 16.00 und 19.30 Uhr wird jeweils ein aktueller Kinofilm gezeigt.
 
Veranstaltungsort:
Spessart FORUM Kultur

Bad Soden Salmünster / Stadtteil:
Bad Soden
 
Beschreibung:

16:00 Uhr | Lauras Stern

Laura vermisst nach dem Umzug in die Großstadt ihr altes Zuhause sehr. Als sie eines Abends einen kleinen, vom Himmel herabstürzenden Stern beobachtet und ihn daraufhin mit abgebrochener Zacke wiederfindet, tröstet sie ihn und verarztet ihn fürsorglich mit einem Pflaster. Gemeinsam erleben sie und der Stern magische Abenteuer, die Lauras fantasievollste Träume wahr werden lassen – und mit der Hilfe des Sterns fühlt sie sich am Ende endlich zu Hause.

»Lauras Stern« ist eines der beliebtesten Bilderbücher für kleine Kinder, geschrieben 1996 von Klaus Baumgart, der noch weitere Bücher über Laura und ihren Stern folgen ließ, übersetzt in mehr als 25 Sprachen. Mit diesem Erfolg im ­Hintergrund entstanden eine Fernsehserie und 2004 die erste animierte Kinoadaption von Piet de Rycker und Thilo Graf Rothkirch. Nun also ein Realfilm von Joya Thome – ein Déjà-vu-Erlebnis der besonderen Art, denn man sieht durch die nun realen Filmbilder eins zu eins die gezeichnete Version der ersten Adaption.

Die Handlung verläuft analog zur Geschichte von »E.T.«. Ein Held aus dem Universum besucht für kurze Zeit die Erde, um einem traurigen Menschenkind zu helfen und bald darauf wieder in seiner Umlaufbahn zu verschwinden, weil er hier unten krank wird und im Übrigen seine Schuldigkeit als Deus ex Machina getan hat. Laura wird über die Freundschaft zu ihrem Stern in dem Nachbarsjungen Max einen echten Freund finden und sich mit der Stadt arrangieren. 

Deutschland 2020, R: Joya Thome, Darst.: Emilia Kowalski, Michel Koch, Jonas May, Luise Heyer, Ludwig Trepte, 79 Min, ab 0 J.

 

19:30 Uhr | House of Gucci

Manch wahre Geschichte bringt einfach alle Zutaten mit, nach denen sich das Kino die Finger leckt: glamouröse Kostüme, bezaubernde Kulissen, dazu Familiendrama und eine Melange aus Mord, Macht und Geld. Eine ähnliche Reihe von Bestandteilen verarbeitete Ridley Scott bereits mit mäßigem Erfolg in »Alles Geld der Welt«, nun kehrt er mit »House of Gucci« nach Italien zurück und schlägt sich zumindest in Sachen Unterhaltungswert deutlich besser.

Im Zentrum des Films stehen Patrizia Reggiani (Lady Gaga) und Maurizio Gucci (Adam Driver), die sich 1978 in Mailand kennen- und lieben lernen. Da prallen unterschiedliche Welten aufeinander: Sie ist in bescheidenen bürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen, arbeitet als Sekretärin für das LKW-Transportunternehmen ihres Adoptivvaters und kann einen Klimt nicht von einem Picasso unterscheiden, während er als Spross des Gucci-Clans von Reichtum und Luxus umgeben groß wurde und mit einem Jurastudium Abstand zum Familienunternehmen sucht.

Sein Vater Rodolfo (Jeremy Irons) will mit der neuen Schwiegertochter nichts zu tun haben, doch sie selbst ist durchaus da­rum bemüht, dass die Beziehung zum Haus Gucci nicht abreißt und zumindest Onkel ­Aldo (Al Pacino) den eigentlich desinteressierten Maurizio ins Unternehmen zurückholt. Patrizias Plan geht auf: Bald sind ihr Mann und sie in die Geschäfte involviert und leben – mal in New York, mal in Italien – in Saus und Braus. Doch irgendwann gilt es, den Rest der Familie auszubooten, dann steht die Steuerpolizei vor der Tür, und die Ehe geht, trotz gemeinsamer Tochter, in die Brüche. Das zu akzeptieren fällt Patrizia allerdings schwer, und so heuert sie gemeinsam mit einer befreundeten Wahrsagerin (Salma Hayek) Auftragskiller an, um Maurizio zu erschießen.

Mit den realen Ereignissen nimmt es »House of Gucci«, von den Jahreszahlen bis hin zum anachronistischen Einsatz der Popsongs, nicht ganz so genau, und auch für Mode oder Guccis Unternehmensgeschichte interessiert sich das Drehbuch von Becky Johnston und Roberto Bentivegna, trotz des Auftauchens von Anna Wintour oder Tom Ford, nur am Rande. Stattdessen ist Seifenoper angesagt – und fast würde man sich wünschen, Scott hätte sich genau auf diesen Aspekt des Films noch mehr eingelassen. Wenn schon keine psychologischen Feinheiten angesagt sind, hätte es gern einfach noch mehr sein dürfen von Emotionen, Kitsch und Glamour. Oder von dem erzählerischen Wagemut, den Scott vor einigen Jahren mit »The Counselor« bewiesen hat.

Auch so lässt sich allerdings festhalten: anders als damals »Alles Geld der Welt« macht »House of Gucci« einfach Spaß. Wenn man etwas übrig hat für Schauspieler*innen, die hemmungslos auf die Tube drücken (neben einer energiegeladenen Gaga vor allem der unter viel Make-up versteckte Jared Leto als Aldos Sohn Paolo), und für visuelle Schauwerte wie Luxusoutfits und prächtige Locations, vergehen die über zweieinhalb Stunden jedenfalls wie im Flug. (Patrick Heidmann)

Großbritannien, Italien, Kanada, USA 2021, R: Ridley Scott, D: Lady Gaga, Adam Driver, Jared Leto, Jeremy Irons, Al Pacino, Salma Hayek, Camille Cottin, Jack Huston, Mãdãlina Ghenea, Reeve Carney, Youssef Kerkour, L: 157 Min., FSK:  ab 12 J.

Bitte denken Sie an die Einhaltung der aktuellen Corona-Maßnahmen. Diese Veranstaltung wird unter 2G Plus-Einlasskriterien durchgeführt.

 
Veranstalter: Internet-Adresse:
Kurbetrieb Bad Soden-Salmünster und Cine-Max GmbH
 
Kosten: Vorverkaufsstelle:
Tages-/Abendkasse: 6,00 € / 7,00 € (Angabe ohne Gewähr)
 
Dokument: