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wpd beendet Windenergieprojekt bei Romsthal

| Leben in BSS

Projektentwickler stellt Planungen nach Abschluss der Windmesskampagne ein

Der Projektentwickler wpd wird das geplante Windenergieprojekt im Bereich Romsthal nicht weiterverfolgen. Das Unternehmen hat die Stadt Bad Soden-Salmünster am 22. September darüber informiert, dass die durchgeführte Windmesskampagne abgeschlossen ist und das Projekt aufgrund der dabei gewonnenen Ergebnisse eingestellt wird.

wpd war mit der Absicht an die Stadt herangetreten, innerhalb des regionalplanerisch ausgewiesenen Windvorranggebietes die Möglichkeiten für die Errichtung von Windenergieanlagen zu untersuchen. Nachdem die Stadt von den konkreten Überlegungen Kenntnis erhalten hatte, wurde hierüber öffentlich informiert.

Unter anderem fand am 5. Mai 2025 eine öffentliche Informations- und Dialogveranstaltung im Rahmen einer Bürgerversammlung statt. Gemeinsam mit dem Projektentwickler wurden dort der damalige Stand, die vorgesehene Windmessung und der mögliche weitere Ablauf vorgestellt. Dabei wurde von Beginn an deutlich gemacht, dass die Messung zunächst Erkenntnisse über die tatsächlichen Windverhältnisse liefern sollte und die weitere Projektentwicklung von deren Ergebnissen abhängig sein würde.

„Genau dafür wurde die Windmesskampagne durchgeführt. Diese ist nun abgeschlossen und wpd hat uns mitgeteilt, dass das Unternehmen aufgrund der Ergebnisse das Projekt nicht weiterverfolgen wird“, erklärt Bürgermeister Dominik Brasch.

Das mögliche Windenergieprojekt war zuletzt auch Gegenstand einer von Bürgern initiierten Veranstaltung im Huttengrund. Im dortigen Austausch wurde unter anderem der Wunsch nach umfassender Information und Transparenz zu möglichen Windenergievorhaben deutlich.

Für die Stadt ist dies zugleich Anlass, den bisherigen Ablauf noch einmal einzuordnen. Seitdem wpd mit den konkreten Projektabsichten an die Stadt herangetreten war, wurden die jeweils vorliegenden Informationen öffentlich kommuniziert. Auch der Ortsbeirat Huttengrund war über den jeweiligen Sachstand informiert und stand ebenso wie die Stadt im Austausch mit dem Projektentwickler. wpd hatte darüber hinaus angeboten, für Fragen und den direkten Austausch zur Verfügung zu stehen.

„Bei einem solchen Vorhaben halte ich eine frühzeitige und transparente Information für selbstverständlich. Gleichzeitig können wir immer nur über Erkenntnisse informieren, die zu diesem Zeitpunkt tatsächlich vorliegen“, so Brasch. „Die Windmessung war deshalb ein wesentlicher Schritt: Sie sollte Erkenntnisse liefern, die vorher noch nicht vorhanden waren. Über ihr Ergebnis hat uns wpd nun informiert und daraus die Konsequenz gezogen, die Planungen einzustellen.“

Die Stadt weist in diesem Zusammenhang auch auf ihre Rolle im Verfahren hin. Das betreffende Gebiet ist regionalplanerisch als Windvorranggebiet ausgewiesen, die Flächen befinden sich in privatem Eigentum. Die Stadt ist bei einem dort von einem privaten Unternehmen entwickelten Windenergieprojekt weder Vorhabenträgerin noch Genehmigungsbehörde. Sie bringt ihre kommunalen Belange im Rahmen der bestehenden Beteiligungsmöglichkeiten ein, begleitet die Entwicklung vor Ort und informiert über neue Sachstände.

Mit der Entscheidung von wpd ist die konkrete Projektentwicklung im Bereich Romsthal beendet.

Davon unabhängig wird ein weiteres, eigenständiges Windenergievorhaben eines anderen Projektentwicklers auf der Vorrangfläche 3-73 weiterverfolgt. Über neue konkrete Sachstände wird die Stadt auch hierzu informieren, sobald diese vorliegen.