KERNSTADTTEIL SALMÜNSTER

Historisches Ambiente der Altstadt in der Frankfurter Straße

Der Stadtteil Salmünster heute

Heute ist Salmünster der größte Stadtteil der Gesamtstadt Bad Soden Salmünster. Hier wohnen die meisten Bürgerinnen und Bürger. Die Nahversorgung ist durch zahlreiche Läden und Geschäfte in der Innenstadt sowie durch das Versorgungszentrum Palmusacker gesichert. Betreuungseinrichtungen für Kinder, Schulen, Spielplätze und zahlreiche Vereine garantieren eine familienfreundliche Atmosphäre im Stadtteil. Zusammen mit der guten Verkehrsanbindung, der medizinischen Versorgung und zahlreichen Angeboten auch für ältere Menschen ist Salmünster ein Stadtteil ein nachgefragter Wohnstandort mit hoher Lebensqualität.

Zudem ist der Stadtteil ein hervorragender Standort für Unternehmen. Die direkte Lage an der A 66 bietet beste Anbindungsmöglichkeiten nicht nur an den Ballungsraum Rhein-Main. Überwiegend kleinere und mittelständische Unternehmen haben in den Gewerbegebieten ihren Sitz und bieten Arbeitsplätze. Darüber hinaus hat die WOCO-Gruppe als international bedeutendes und tätiges Großunternehmen hier ihre Konzernzentrale. Dieses Unternehmen ist in verschiedenen Bereichen der Zulieferbranche für die Automobilindustrietätig tätig.

Salmünster und Hausen

Die Stadtteile Salmünster und Hausen werden heute gemeinsam vertreten. Erfahren Sie mehr zur Geschichte Hausens.

Rathaus
Mühlbach am Dammweg
Amtshof

Salmünster im Lauf der Geschichte

An der historischen Heer- und Handelsstraße Via Regia von Frankfurt nach Leipzig gelegen, kann Salmünster auf eine mehr als 1100-jährige Geschichte zurückblicken. Salmünster findet erstmals Erwähnung als Salchenmunster in einer Urkundensammlung des Klosters Fulda. Eine Urkunde beschreibt den Grenzverlauf des Kirchspiels Salmünster aus der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts. Als Gründungsdatum wird das Jahr 860 angegeben, richtiger ist wohl das Jahr 889. Im Jahr 909 überschrieb das Erzbistum Mainz den Sprengel an das Kloster Fulda.

1319 wurde das Stift Salmünster eingerichtet. 1320 wurde die Siedlung auf Bitten des Fuldaer Abtes Heinrich VI. von Hohenberg von Kaiser Ludwig dem Bayern zur Stadt erhoben.

Die kurz darauf angelegte Stadtmauer verlieh dem Ort seine noch heute im Straßenbild erkennbare bemerkenswert regelmäßige Form. Reste der Stadtbefestigung sind am Schwedenring/Amthof (sog. Zent- oder Hexenturm) und am Dammweg (Graben und Stadtmauer) zu besichtigen. Innerhalb der Stadtmauern bildeten sich mehrere Höfe aus, die von den landadligen Familien der Umgebung errichtet wurden, darunter die Herren von Jossa und die Herren von Hutten. Zu den heute noch erhaltenen Bauwerken dieser Art zählen der Huttenhof, der Schleifrashof und der Amthof.

Stadtplan Altstadt Salmünster mit historischen Gebäuden
Luftbild der Altstadt Salmünster
Historische Stadtmauer am Dammweg

Aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges ist die Geschichte der Tapferen Frauen von Salmünster überliefert, die den Angriff schwedischer Marodeure abwehrten, indem sie diese mit Bienenkörben bewarfen. In dieser Zeit kamen aber auch die Franziskaner nach Salmünster (1650), wo sie  ihr neues Kloster (1691–1694) errichteten. Rund fünfzig Jahre später, 1745, wurde die alte Stiftskirche abgerissen und durch einen zeitgemäßen, barocken Kirchenbau (St. Peter und Paul) ersetzt.

Im 19. Jahrhundert wurde Salmünster von den politischen Wirren erfasst, die den Napoleonischen Kriegen folgten. Nach der Niederlage Napoleons in der Völkerschlacht bei Leipzig, kam es zu Umverteilungen in der Herrschaft. Fulda wurde kurhessisch, das Amt Salmünster 1822 der Provinz Hanau (ehemals Fürstentum Hanau) als eigener Kreis zugeschlagen. Bis 1829 eigenständig, gehörte das Amt Salmünster ab 1830 zum Kreis Schlüchtern.

1912 wird in Salmünster das Krankenhaus in der Bad Sodener Straße eröffnet und 1930 der Grundstein für die Henry-Harnischfeger-Schule gelegt.

Im Jahr 1970 werden die eigenständigen Gemeinden Alsberg/Hausen, Kerbersdorf und Romsthal in die Stadt Salmünster eingemeindet, 1972 die Gemeinde Katholisch Willenroth. 1974 schließlich erfolgte der Zusammenschluß der Städte Bad Soden bei Salmünster, Salmünster und der Gemeinde Mernes einschließlich der bereits eingegliederten Stadtteile zur Gesamtstadt Bad Soden - Salmünster. Sie umfaßt eine Fläche von 58,59 qkm und hat eine Einwohnerzahl von 10420. Aus folgenden Stadtteilen besteht die neue Stadt im Main-Kinzig-Kreis: Bad Soden, Salmünster, Ahl, Alsberg, Eckardroth, Hausen, Kath. Willenroth, Kerbersdorf, Mernes, Romsthal und Wahlert.

Blick aus dem Schleifrashof auf die Pfarrkirche St. Peter und Paul