
Die Hessenschau berichtete angesichts über die aktuellen Entwicklungen am Bahnhof Bad Soden-Salmünster. Bürgermeister Lothar Büttner und der Verkehrsdezernent D. André Kavai äußerten sich zur Schließung des Warteraums, dem Zustand des Bahnhofsgebäudes, der fehlenden Barrierefreiheit der Bahnanlage sowie zum Verhalten der Bahn.
"Die Bahn bewegt sich keinen Millimeter“, kritisiert Kreisbeigeordneter und Verkehrsdezernent Dr. André Kavai mit Blick auf den Bahnhof in Bad Soden-Salmünster. Gemeinsam mit Bürgermeister Lothar Büttner wartet er derzeit auf ein konkretes Gesprächsangebot mit Verantwortlichen der Deutschen Bahn. Vorwurf der beiden Politiker: Die Bahn lasse den für die Kurstadt wichtigen Bahnhof sehenden Auges verrotten und kümmere sich nicht um die Anliegen ihrer Fahrgäste. Bereits Anfang Dezember hatten die beiden öffentlich die Bahn aufgefordert, sich ihrer Verantwortung für die Fahrgäste zu stellen.
Denn die müssen derzeit in der klirrenden Kälte auf ihre Züge warten. Pünktlich zur Wintersaison hatte die Bahn das Gebäude gesperrt – und damit auch die Möglichkeit für die täglich 2500 Zugfahrer, im Warmen auf ihren Zug zu warten. Grund nach Angaben der Bahn: Brandschutzmängel des Gebäudes. Und da die Bahn das Gebäude verkaufen will, wird in Bad Soden-Salmünster auch nichts mehr investiert, 2.500 Fahrgäste täglich hin oder her. Ein Verhalten, das weder Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai noch Bürgermeister Lothar Büttner hinnehmen wollen. Sie boten der Bahn Unterstützung in vielfältiger Hinsicht an, um den Fahrgästen ein Minimum an Komfort zu verschaffen. "Doch die Bahn stellt sich stur und hat bislang noch alles abgelehnt“, erklärt Büttner.
Kürzlich nahm sich ein Team des Hessischen Rundfunks des Themas an und berichtete über die katastrophalen Zustände für die Pendler in Bad Soden-Salmünster. Der Beitrag lief am Montag in der Hessenschau und kann im Internet abgerufen werden. Damit habe sich der Druck auf die Bahn erhöht, zog Kreisbeigeordneter Dr. André Kavai nach dem Termin ein positives Fazit. Einig ist sich Kavai mit Bürgermeister Büttner, in der Sache hartnäckig zu bleiben und für die Fahrgäste im Main-Kinzig-Kreis zu kämpfen. "Öffentlicher Nahverkehr spielt gerade im ländlichen Raum eine wichtige Rolle und darf sich nicht auf Ballungsräume beschränken“, warnt Dr. Kavai die Bahn davor, die Fahrgäste aus dem ländlichen Bereich auch künftig so stiefmütterlich wie in Bad Soden-Salmünster zu behandeln.