FLÜCHTLINGE UND ASYLBEWERBER

Die aktuelle Entwicklung der Flüchtlingssituation in Deutschland hat direkte Auswirkungen auf Bad Soden-Salmünster. Nachdem bis zum 30.09.2015 im Stadtgebiet bereits 152 Flüchtlinge aufgenommen und untergebracht wurden, hat der Main-Kinzig-Kreis nun angekündigt, dass mit einem weiteren starken Anstieg der Zahlen zu rechnen ist. Konkret wird der Kreis bis zum 31.03.2016 mindestens 116 weitere Asylbewerber der Stadt Bad Soden-Salmünster zuweisen.

Der Magistrat sucht dringend Wohnraum für Flüchtlinge

Der Magistrat will alles tun, diese Menschen menschenwürdig unterzubringen und ihnen eine Perspektive auf Integration zu schaffen. Wesentliche Grundlage hierfür ist die dezentrale Unterbringung im Stadtgebiet. Die Unterbringung in wenigen Sammelunterkünften im Stadtgebiet soll möglichst vermieden werden, da auf diese Art und Weise die Integration der Flüchtlinge kaum erreicht werden kann.

Nachdem seitens der Stadt jedoch bereits fast 50 Wohnungen für Flüchtlingen angemietet wurden, muss jetzt festgestellt werden, dass am offenen Immobilienmarkt der Stadt kaum noch entsprechende Wohnungen angeboten werden.

Vor diesem Hintergrund  bittet der Magistrat alle Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Es werden dringend Wohnungen gesucht.

Als Mieter tritt in jedem Fall die Stadt Bad Soden-Salmünster auf. Pünktliche und zuverlässige Mietzahlungen sind somit sichergestellt. Sollten Sie über geeigneten Wohnraum verfügen, wenden Sie sich bitte an die

Stadtverwaltung

Herr Salomon
06056/733-56
m.salomon(at)badsoden-salmuenster.de

Wie können die Bürgerinnen und Bürger helfen?

Sie haben Zeit, Platz oder Geld und wollen Flüchtlinge unterstützen?
Eine Übersicht der Möglichkeiten:

 

Sie haben Zeit …

… und Geduld

… und ein Auto

… und Fremdsprachenkenntnisse

… und möchten beim Deutschlernen helfen

… und möchten bei Behördengängen oder Arztbesuchen helfen

… und möchten einem einzelnen Flüchtling konkret helfen

Wenn ein Punkt oder mehrere Punkte zutreffen, wenden Sie sich an die
Vorsitzende des städtischen Sozialausschusses
Frau Gudrun André
Tel.: 06056/2279
regulist(at)t-online.de

 

Sie haben Geld

Es wurde ein Spendenkonto zur Unterstützung der Integration der Flüchtlinge eingerichtet. Das Spendenkonto wird von der Stadt Bad Soden-Salmünster geführt.  Für Ihre Spende erhalten Sie eine Spendenquittung.

Kontodaten:      IBAN DE89 5305 1396 0001 0017 54
Verwendungszweck: „Spende Integration Flüchtlinge“

 

Sie haben Platz

Der Magistrat der Stadt bittet alle Bürgerinnen und Bürger um Mithilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Wenn Sie über freien Wohnraum verfügen, wenden Sie sich bitte an die

Stadtverwaltung
Herr Salomon,
Tel.: 06056/733-56
Mail: m.salomon(at)badsoden-salmuenster.de

 

Sie haben ein Fahrrad, …

…das Sie nicht mehr benötigen.

Die Flüchtlinge freuen sich über  verkehrstüchtige Fahrräder (Damen-, Herren-, Jugend-, Kinderräder).

Wenden Sie sich an die

Vorsitzende des städtischen Sozialausschusses
Frau Gudrun André
Tel.: 06056/2279
regulist(at)t-online.de

Arbeitskreis „Menschen im Asylverfahren“ in Bad Soden-Salmünster gegründet

Ziele sind Unterstützung und Integration der Flüchtlinge

26.09.2014. Zusammen mit den Kirchen hat Bürgermeister Lothar Büttner in Bad Soden-Salmünster den Arbeitskreis „Menschen im Asylverfahren“ ins Leben gerufen. Unter breiter Beteiligung von Schulen, Verbänden, dem Main-Kinzig-Kreis, Vertretern städtischer Gremien Vertretern der Kirchen sowie der Betroffenen tagte der Arbeitskreis am 25.9.2014, um die Situation der Flüchtlinge zu diskutieren und gemeinsam nach Wegen der Unterstützung und Integration zu suchen

 „Mehr als 70 Asylbewerber, darunter 23 Kinder und Jugendliche, leben nach aktuellem Stand in Bad Soden-Salmünster“, so Bürgermeister Büttner in seiner Einführung. Angesichts Hunger, Armut, Krieg und der chancenlosen Situation auf ein besseres Leben in vielen Ländern Asiens, Afrikas und Südosteuropas ist derzeit davon auszugehen, dass die Anzahl der Flüchtlinge zukünftig weiter ansteigen wird. Diese Entwicklung stellt auch Bad Soden-Salmünster vor große Probleme und Herausforderungen. So müssen Unterkünfte bereitgestellt werden. Wegen der zeitlich nicht kalkulierbaren Zuweisungen und wegen der steigenden Anzahl der zugewiesenen Menschen ist es jedoch derzeit schwer ausreichend Wohnraum zu beschaffen.

Mindestens ebenso wichtig wie die Unterbringung ist aber auch die Integration der Flüchtlinge. Diesbezüglich berichtete Pfarrer Wilhelm Laakmann vom Runden Tisch „Integration Schlüchtern“ in seinem Erfahrungsbericht den Anwesenden. Als Schlüssel sieht Laakmann das Engagement der Bevölkerung. Unter dem Motto „Menschen für Menschen“ betreuen ehrenamtliche Flüchtlingspaten und Integrationshelfer die Asylbewerber und helfen ihnen in der Gesellschaft Fuß zu fassen. Zentral sind hierbei Sprachkurse, die beispielsweise zusammen mit dem Integrationsbüro des Main-Kinzig-Kreises organisiert werden können. Denn nur wer sich verständigen kann, kann sich in einem fremden Umfeld zurechtfinden. Ebenso wichtig ist es, den Asylbewerbern vor Ort die Möglichkeit zur Betätigung zu geben, um so einerseits den Tagesablauf zu strukturieren und andererseits wertvolle Erfahrungen zu ermöglichen. Als extrem integrationsfördernd habe sich in Schlüchtern die Zusammenarbeit mit Vereinen erwiesen. Für besonders wichtig hält es Pfarrer Laakmann, den Asylbewerbern, die vor und während ihrer Flucht oftmals Schlimmes erlebt haben, das Gefühl des Willkommenseins zu vermitteln.

Die Teilnehmer nahmen die Erfahrungen von Pfarrer Laakmann positiv auf. Der Wille zu helfen und die Lage der Flüchtlinge vor Ort zu verbessern zeigte sich allenthalben. Ein besonders positives Beispiel brachte die anwesende Bürgerin Gerda Drexler ein, welche sich aus eigenem Antrieb um eine junge Mutter mit Kind aus Afghanistan kümmert. 

Als Ergebnis der Sitzung wurden konkrete Maßnahmen und Ansatzpunkte benannt, welche vorrangig angegangen werden sollen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der städtische Sozialausschuss. Die Vorsitzende Gudrun André erklärte für den Ausschuss, dass man sich darum bemühen wolle, Paten bzw. Integrationslotsen aus dem Stadtgebiet zu finden, welche den Menschen nach Ihrer Ankunft in Bad Soden-Salmünster beistehen. Auch die Verbesserung der Willkommenskultur soll von Seiten des Ausschusses unter Einbeziehung der örtlichen Vereine vorangetrieben werden.

Zentraler Ansprechpartner für die Probleme des Alltags und die Suche von Wohnungen ist das städtische Sozialamt. Hier steht Michael Salomon (Tel. 06056/733-56; Mail m.salomon(at)badsoden-salmuenster.de) als Kontaktperson zur Verfügung. Bei ihm laufen zukünftig die Fäden zusammen. Er organisiert die Treffen des Arbeitskreises und leitet Anfragen an die zuständigen Stellen weiter. Das Sozialamt ist auch Ansprechpartner für die Unterbringung von Flüchtlingen. Vermieter sind gerne eingeladen Kontakt aufzunehmen.

Zum Ende des ersten Treffens zeigten sich alle Beteiligten erfreut über die gute Resonanz und die erreichten Vereinbarungen. Es wurde festgelegt, dass in der nächsten Sitzung erste Ergebnisse vorgestellt und weitere Problemstellungen bearbeitet werden sollen. Mit den Worten von Pfarrer Laakmann: „Menschen für Menschen“ beendete der Bürgermeister das fast dreistündige Treffen unter dem Beifall der Anwesenden.